Lenkung am PGO Bugrider modifiziert!

PGO Bugrider-Forum: Bugrider Buggy mit 250 ccm Kymco Motor und Wasserkühlung.

Moderator: Wolle

Lenkung am PGO Bugrider modifiziert!

Beitragvon BigT. » 21. Okt 2006 20:47

So, es ist brachtvoll - - - ääh - vollbracht :!: :!: :!:

Habe heute endlich die Lenkung von meinem Bugrider komplett! zerlegt, um mal zu schauen, warum das Ding sooo schwer geht. Habe schon Handgelenke wie früher, als ich noch richtig gearbeitet habe.
Die Zahnstange war nicht verbogen, wie ich angenommen hatte.
Siehe auch die Bilder, wenn Hermann sie eingestellt hat.
Aber zwei andere Mängel kamen zu Tage:
Die Enden der Stange, die in den Kunststoffbüchsen (siehe diese) gleiten, sind bis zu 30 Hundertstel mm unrund. Haben die Chinesen keine Drehbänke?? Hauen die die Brammen mit'm Hammer auf Maß - oder was?
Die Zentrierbohrungen an beiden Stirnflächen, die bei europäischer Fertigung mit Sicherheit an beiden Seiten vorhanden wären, habe ich hier selbst angebracht, es waren keine da!
Und die Kunststoffbüchsen sind dermaßen in das Gehäuse geprügelt, daß sich üble Grate gebildet haben. Und das alles zusammen bremst die Bewegungen.
Habe an beiden Gleitenden 15 Hundertstel abgedreht und die Büchsen nachgearbeitet, alles schön in MoS2-Fett gepackt und wieder montiert.

Bei der Gelegenheit habe ich das Lenksäulenlager oben unter dem Lenkrad auch nachgearbeitet, d.h. mit einer passenden Reibahle duchgeputzt und mit Silikonspray wieder montiert. Da hat die Stange jetzt bei festgezogenen Selbstsichermuttern gaaanz wenig Spiel. Merkt man beim Fahren allerdings nicht.
Hier steht aber noch eine Lösung mit Kugellagern an ... tüftle noch!
Das Lenkgetriebe ließ sich vor der Aktion bei abgezogener Lenksäule nur mit Hilfe einer Gripzange einigermaßen bewegen, nach der "Behandlung" kann man's mit drei Fingern drehen.
Also alles wieder zusammengeschwartet und Probefahrt.
Und dann hatte ich das Gefühl, in einem völlig anderen Fahrzeug zu sitzen. Lenken mit einem Finger ist kein Problem mehr!
Und nach jeder Kurve hat das Ding jetzt Rückstellkräfte. Einfach Lenkrad loslassen - und das Gerät fährt wieder geradeaus!
Ich glaube, ich ziehe morgen die Andrückfeder im Lenkgetriebe etwas mehr an - das ist mir einfach zu leicht.
Arbeitszeit mit Ein- und Ausbau ca. 4 Stunden.
So.
Jetzt schreibe ich noch zwei weitere Freds. Einen zum Thema Spureinstellung und einen zu einem tollen Hilfsmittel, wenn man am Buggy schrauben muß.
(Beachtet auch meine anderen Angebote!) :lach:
BigT.
 

Beitragvon agility » 22. Okt 2006 06:40

.
Hallo Big.T,

toller Bericht! :thumbup:

Wann darf ich dir meine Lenkung bringen? :D
Leide in meinem Alter auch langsam unter Muskelschwund. :mrgreen:

Überlege dir aber bitte genau was du antwortest, sonst kannst du dich vor
Anfragen nicht mehr retten :!:
...

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agility
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Beitragvon BigT. » 22. Okt 2006 09:16

Hi, agility,
wenn Du das Ding aus- und einbaust (kann man bei mir machen!), ist vermessen und bearbeiten kein Aufwand, ich denke mal - dreiviertel Stunde.
Wenn Du auch gleich beim Chicken bist, kannst Du das Ding ja mal probefahren ...

Ach so, hatte ich vergessen, in meinem ersten Beitrag zu erwähnen:
DIe Gleitbüchsen sind nicht so einfach nachzubauen, da sie im Innern "Felder und Züge" haben (Waffenbauer wissen, was ich meine), also in Längsrichtung verlaufende Erhöhungen. Dazwischen ist Platz für Schmierfett.
Das Ganze wirkt wie ein Linearlager - ist ja auch eigentlich nix anderes.
Lenkstange abdrehen ist das Einfachere.
BigT.
 

Beitragvon Ursblanc » 23. Okt 2006 11:15

hi bit t
das ist mal super würde mir als einarmigen fahrer bestimmt
auch sehr hilfreich sein!
GRUSS UND SCHROTTFREIE FAHRT!
Ursblanc
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Beitragvon BigT. » 23. Okt 2006 13:49

Ursblanc hat geschrieben:hi bit t
das ist mal super würde mir als einarmigen fahrer bestimmt
auch sehr hilfreich sein!

Hi,
wenn Du die Lenkung ausbauen läßt (oder selbst ausbaust) und mir zuschickst, kann ich Dir das Teil wohl überarbeiten.
Wichtig ist nur, daß Du die Spur vorher und nachher ausmißt, weil die Spurstangen ja auch abmüssen.
Hast Du den PGO vom Modell 2005 oder den "neuen" 2006er?
Ich meine, die Lenkgetriebe sind unterschiedlich. Kann mich aber auch irren.
Bei Bedarf schick mir eine PM, dann klären wir das ab, oder ruf mich einfach an. Tel.Nummer steht unter

http://www.buggy-club.de/ftopic1809.html

Bin meist bis 23 Uhr auf.

Interessant ist natürlich auch, ob die Lagerung der Lenkwelle (oben direkt unter dem Lenkrad) leichtgängig ist. Vielleicht reicht's ja, wenn man da angreift. Ist aus der Ferne schlecht zu beurteilen.
:D
Ist aber bei meinem ES ein Unterschied wie Tag und Nacht! Lenkereinschlag um 90° - dann einen Meter vorwärts ohne das Lenkrad anzufassen - und die Räder stehen wieder geradeaus!
Peter hat den Buggy gestern kurz probegefahren und nur noch den Kopf geschüttelt.
Also: Auf geht's!
:mrgreen:
BigT.
 

Beitragvon Groovy » 23. Okt 2006 14:15

Hey Big-T.,

wie können wir sicherstellen, daß die :mrgreen:-Männer beim BCB die Lenkung richtig bauen ?... Irgendeine Idee ?

..oder müssen wir die Lenkung direkt beim Zusammenbau der BCB´s überarbeiten ?...

Gruß
Groovy
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Beitragvon Ursblanc » 23. Okt 2006 15:47

hi big t
danke für das angebot. werde auch mal mit meinem händler sprechen.
vielleicht machen wir auch mal was aus, ich bin öfter mal in deiner nähe da ich gebürtiger oberhausener bin.
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Beitragvon BigT. » 23. Okt 2006 18:08

Groovy hat geschrieben:Hey Big-T.,

wie können wir sicherstellen, daß die :mrgreen:-Männer beim BCB die Lenkung richtig bauen ?... Irgendeine Idee ?

..oder müssen wir die Lenkung direkt beim Zusammenbau der BCB´s überarbeiten ?...

Gruß
Groovy

Hi, Groovy,
tja, nach meinem Dafürhalten liegt die Schwergängigkeit an den unrunden Lenkstangenenden und dem lieblosen Einpressen/Einschlagen der Führungsbüchsen. Das Material ist schon OK.
Beim Zweisitzer soll das Innenleben anders aussehen, meinte Peter. Hat nur eine Führungsbüchse!
:!: :?:
Wie das funktionieren soll, weiß ich auch nicht. Oder da ist eine Seite des Gehäuses als Führung ausgebildet, dann müßte das aufgedreht werden und eine PTFE- oder POM-Büchse sauber eingepaßt werden.
Vielleicht kann ich mir die Lenkung von Ursblanc ansehen, dann weiß ich mehr.
:roll:
BigT.
 

Beitragvon Wolle » 23. Okt 2006 18:36

Dazu kann der Hermann nachher bestimmt mehr sagen... der hatte seine Lenkung auch schon auf...
http://www.buggytrends.de - News aus der Buggy-Szene
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Beitragvon agility » 23. Okt 2006 20:30

.
Hi BigT.

BigT. hat geschrieben:...
Wie das funktionieren soll, weiß ich auch nicht. Oder da ist eine Seite des Gehäuses als Führung ausgebildet, dann müßte das aufgedreht werden und eine PTFE- oder POM-Büchse sauber eingepaßt werden.
Vielleicht kann ich mir die Lenkung von Ursblanc ansehen, dann weiß ich mehr.
:roll:


@Ursblanc ==>> hat einen PGO 250 Zweisitzer Modell: 2006

@agility ==>> hat einen PGO 250 Zweisitzer Modell: 2005

Biete dir an, dass du dir meine Lenkung ansehen und überarbeiten kannst! :mrgreen:

Kann sie dir ausbauen und vorbeibringen....

Wenn du so weiter machst, wirst du noch der Lenkungsspezialist! :D
...

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Beitragvon BigT. » 23. Okt 2006 20:41

Ausgebautes Lenkgetriebe kannst Du vorbeibringen, reiß ich auseinander!
(Und hoffe, daß ich's wieder zusammenbringe!)
:lach:
Außer am Donnerstag habe ich diese Woche wohl Zeit.
Aber schau in meinem Profil unter meiner Profession nach, dann hast Du's.
:D
BigT.
 

Beitragvon agility » 28. Okt 2006 23:03

.
Hallo,

heute war ich mit meiner Lenkung bei BigT.
Wir haben sie zerlegt, begutachtet und vermessen.
Die Konstruktion und Ausführung der Lenkung des Dopplsitzers unterscheidet sich vollkommen von der des Einsitzers.
Die Bilder, die BigT. davon gemacht hat, werden an Hermann übersendet und dann hier eingestellt.
Was BigT. im einzelnen daran modifiziert hat, ist dann besser zu erklären.

Hatte heute auch die Gelegenheit, den Einsitzer PGO 250 ES von BigT. mit modifizierter Lenkung selber einmal zu fahren.
( Vielen Dank, BigT.! :D )

* Im Stand fällt schon auf, dass die Lenkung recht leichtgängig ist.

* Bei der Fahrt mit Schrittgeschwindigkeit, lässt es sich schon wie bei ein Auto mit Servolenkung steuern! :D

* In der Stadt bei Tempo 30 -50 km/h ..... :afraid:

Es läßt sich bei diesem Tempo extrem leicht lenken und es gibt bis dato vollkommen ungeahnte Rückstellkräfte in der Lenkung.
Soll heißen, direkt nach einer Kurve, kommt das Lenkrad nach wenigen Meter selbständig in die Geadeausstellung zurück!!!
Man muss nicht mehr nach der Kurve zurücklenken, wie bisher gewohnt.
Also Lenkrad gut festhalten, sonst erschreckt man sich. :D

Der Bugrider läuft sehr gut und ruhig geradeaus.
Jedoch reagiert er jetzt auf die kleinste und leichteste Lenkbewegung absolut direkt, sowie Spiel - u. Verzögerungsfrei!
Man, habe ich mich erschreckt. :D
Der Umbau ist schon gewöhnungsbedürftig, aber auf alle Fälle lohnenswert.
Ein vollkommen anders Fahrgefühl.

Mit meinem PGO BugRider 250 Zweisitzer konnte ich noch keine Probefahrt machen, da er zur Zeit abgemeldet ist.

An dieser Stelle nochmals eine riesen Dankeschön an BigT. für seine schnelle und selbstlose Hilfe! :schmusen:

Hoffe, ich kann mich bei Gelegenheit dafür einmal revangieren.
...

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Beitragvon agility » 31. Okt 2006 00:27

.
Hallo zusammen!

[ Edit: Beitrag wurde überarbeitet! ]

Lenkung am PGO BugRider 250 Dual (Zweisitzer) Modell 2005 modifizieren

Hinweis:
* Die Lenkung ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil !
* Wer die Lenkung ausbaut und zerlegt, sollte genau wissen, was er da macht !
* Kleinste Fehler können schwerste Folgen haben, wer sich unsicher ist, sollte lieber Finger weglassen !
* Anleitung nach besten Wissen erstellt, aber ohne Gewähr auf Fehlerfreiheit und Vollständigkeit !
* Alle Arbeiten erfolgen auf eigne Gefahr und Risiko !!!


Übersicht

Bild

Bauteile:
  • Lenkrad mit Nabe und Kunststofflagerbuchsen (A)
  • Lenksäule mit Kreuzgelenken und Faltenbälgen (B)
  • Lenkgetriebe mit Staubschutzmanschetten und angeschraubten Sprustangen (C)

Ausbau
  • Faltenbälge auf beiden Seiten zur Mitte hin über die Kreuzgelenke zurückziehen
  • Klemmschrauben (SW 13mm) an beiden Kreuzgelenken entfernen
  • Position der Kreuzgelenke auf der Verzahnung der Lenkradnabe und am Lenkgetriebe makieren
  • Sicherungsring an der unteren Kunstoffbuchse der Lenkradnabe demontieren
  • Lenkradnabe komplett mit montierten Lenkrad aus den Lagerbuchsen herausziehen
  • komplette Lenksäule durch Abzeihen des unteres Kreuzgelenk am Lenkgetriebe demonitieren
  • mit geeigneten Dorn die beiden weißen Kunststoffbuchsen der Lenkradnabenlagerung
    aus dem angeschweißten Rohr unterhalb des Armaturenbrettes vorsichtig heraustreiben
  • Kronenmutter (SW 17mm) an beiden Spurstangenköpfen entsplinten und abschrauben
  • Spurstangenköpfen mit der Hand aus den Lenkhebeln der Achsschenkel ausdrücken
  • Schrauben der Halteschellen des Lenkgetriebes lösen und entfenen
  • Das Lenkgetriebe kann nun komplett mit Spurstangen seitlich entnommen werden
Nun sollten die Teile vor Ihnen liegen, so wie es oben auf dem Bild zu sehen ist.

Äußere Prüfung

Defekte Teile müssen ersetzt, schwergängige können eventuell gangbar gemacht werden.
  • Lassen sich die Spurstangenköpfe bewegen und sind die Manschetten in Ordnung?
  • Lassen sich die inneren Kugelgelenke der Spurstangen bewegen und sind deren Faltenbälge in Ordnung?
  • Lässt sich das Lenkgetriebe an der Verzahnung für das untere Kreuzgelenk drehen?
  • Sind die Kreuzgelenke leichtgängig, spielfrei u. nicht verrostet?
  • Sind die Faltenbälge der Kreuzgelenke noch in Ordnung?

    Bild
  • Ist die Lenkradnabe ohne Rostspuren und lassen sich die Kunststofflagerbuchsen im ausgebauten Zustand
    darauf leicht drehen?
  • Sind die Kunststofflagerbuchsen unrund, ausgeschlagen oder beschädigt?
  • Ist das angeschweißte Rohrstück für die Kunststofflagerbuchsen korrosionsfrei,
    ohne Grate, Schweißpunkte und Nähte?
Alte Fettrückstände, Korrosion, Grate, Schweißpunkte und Nähte müssen entfernt werden.

Bugrider Lenkgetriebe zerlegen

Bild
  • Vor dem Zerlegen, den Abstand der beiden Spurstangenköpfe ausmessen,
    damit der gleiche Abstand wieder beim Zubau eingestellt werden kann!
  • Manschetten der Spurstangen am Lenkgetriebe zurückziehen
  • Innere Sturstangengelenke von der Zahnstange abschrauben.
    Die Kontermuttern mit einem passenden Hackenschlüssel festgehalten,
    und an den Abflachungen der inneren Kugelgelenke die Spurstang mit einem Maulschlüssel (SW 30mm) lösen.
  • Dabei ist aufgefallen, dass eine Kontermutter völlig schief gebohrt war !?

    Bild
  • Staubschutzkappe von der Verzahnung von Lenkgetriebe abziehen
  • Radialwellendichtring (15-32-6/7) an der Verzahnung des Lenkgetriebes demontieren.
  • Dafür habe ich zwei 2mm Löcher gegenüberliegend in den Dichtring gebohrt und
    2,5mm Spax Schrauben eingedreht. An diesen ließ sich der Dichtring mit Hilfe von zwei Zangen entfernen.
    Bekommt man ihn nur auf diese Weise demontiert, muss er ersetzt werden.
  • Großen Innensicherungsring mit Hilfe einer Seegeringzange entfernen
  • Innensechskanntschraube (SW 14 mm) mit einem Imbusschlüssel oder einer passenden Mutter herausdrehen
  • Die Schraube ist Körnerpunkten gesichert, damit sie sich nicht selbstständig lösen kann
  • Darunter befindet sich eine Feder und ein Druckstück
  • Die Grate der Körnerpunkte am Gewinde der Bohrung entfernen, sodass sich das Druckstück herausnehmen läßt
  • Ein Magnet kann beim Entnehmen des Druckstückes hilfreich sein
  • Das Zahnrad mit Lager kann jetzt aus dem Gehäuse des Lenkgetriebes herausgezogen werden
  • Die Zahnstange der Lenkung lässt sich nun nach einer Seite aus dem Lenkgetriebe herausschieben


Bild

Wird fortgesetzt, aber nicht mehr heute .....

copyright by agility - Images by BigT. / 2006
Zuletzt geändert von agility am 5. Nov 2006 01:55, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon Groovy » 31. Okt 2006 00:32

WOW :!: :respekt:
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Beitragvon BigT. » 11. Nov 2006 22:33

Hi, Interessierte,
habe heute
1. zwei Bugrider 250er DS Mod. 2006 bearbeitet
2. viel gelernt ...

Zunächst: DIE SPINNEN, DIE GELBKÖPPE!!
Dann: Die Anleitung von agility ist als Arbeitsübersicht zu verstehen, mehr nicht.
Merke: Es gibt keine zwei Lenkungen, die gleich sind.
Ich denke, bei ca. jedem 20sten Bugrider fegen die Chinks alle Ecken im Hof und bauen dann ein, was so zum Vorschein kommt!
Mittlerweile weiß ich auch, warum eine Seite der Lenkstange ohne Lager auskommen muß: Da kann man dann schön Toleranzen von ein paar Millimetern (!) mit ausgleichen.
:bonk:
Hömma, ich hatte vielleicht 'nen Hals.
Bei einem Bug habe ich die Lenkung etwas leichtgängiger hingekriegt, ist Spürbar, mehr aber auch nicht. Leichte Rückstellkräfte sind vorhanden.
Der andere fährrt sich mittlerweile fast so leicht wie mein ES! Unterschied zu vorher gewaltig. Lenkrad geht bei Langsamfahrt nach zwei Metern wieder in Geradeausstellung.
TOP!
Bei Buggy #1 war u.a.
> Der Lenkstummel, wo das untere Kardangelenk aufsitzt mit 3(!) Innenseegerringen verbaut; davon zwei kleinere, damit der dritte (eigentliche) Ring auch spielfrei in seine Nut paßt. Nut ist 2mm zu hoch.
> Die gleiche Welle ca. 2mm außermittig eingebaut, d.h., wenn das Kugellager eingepreßt war, hat sich die Zahnstange verbogen, weil die ja mittlerweile beidseitig gelagert ist.
Klar. Ohne Lagerung auf der kurzen Getriebeseite funzt das auch, da kann die Stange ausweichen ...
Wie gesagt: Viel gelernt ...

Nebenbei: Den Ausbau der Kugelköpfe (mit entsplinten usw.) kann man sich sparen. Eine komplette Spureinstellung ist anschließend auf jeden Fall erforderlich. Voraussetzung ist natürlich, daß die Köpfe i.O. sind und die Gummistaubdichtungen nicht verletzt sind.
Habe bei beiden Bugs die Spur vorher gemessen. Die wird - ich sach ma - händlerseitig (?) - eingestellt, wie's gerade paßt. Da ist jede Hausnummer willkommen ...

Also ist nach dem Zusammenbau etwas Feinarbeit erforderlich.
War heute mit drei Leuten fix gemacht (nach meinem Lattenprinzip).
So, reicht mir für heut.
Aber nach meinem Wahlspruch: Immer lustig und ventil!

Bis denne.
BigT.
 

Beitragvon agility » 11. Nov 2006 23:59

.
Hi BigT.

BigT. hat geschrieben:....
Dann: Die Anleitung von agility ist als Arbeitsübersicht zu verstehen, mehr nicht.
Merke: Es gibt keine zwei Lenkungen, die gleich sind.
...


Richtig, das ist eines der Probleme.
Daher hatte ich auch oben aufgehört, weiteres zu schreiben.


BigT. hat geschrieben:....
Bei Buggy #1 war u.a.
> Der Lenkstummel, wo das untere Kardangelenk aufsitzt mit 3(!) Innenseegerringen verbaut; davon zwei kleinere, damit der dritte (eigentliche) Ring auch spielfrei in seine Nut paßt. Nut ist 2mm zu hoch.
> Die gleiche Welle ca. 2mm außermittig eingebaut, d.h., wenn das Kugellager eingepreßt war, hat sich die Zahnstange verbogen, weil die ja mittlerweile beidseitig gelagert ist.
Klar. Ohne Lagerung auf der kurzen Getriebeseite funzt das auch, da kann die Stange ausweichen ...
Wie gesagt: Viel gelernt ...
...


Korrekt! :D

Bei meiner Lenkung waren keine kleineren Sicherungsringe als "Distanzschieben" unterlegt.
Daher lässt sich das vordere Lager mit dem Zahnrades in der Bohrung
ca. 1,2 mm hin - u. herschieben, bis es an Sicherungsring in der Nut anschägt.
Dadurch ergibt sich dann ca. 1 cm "toter Gang" am Lenkrad.

Bei anderen Lenkungen sind hier ab Werk ein bis zwei Sicherungsringe zum Distanzausgleich unterlegt.
( was für ein Murks! )


Der hintere Lagerzapfen des Zahnrades wird teilweise auch nicht im Lenkgehäuse korrekt geführt.
Die Bohrung in der Lagerbuchse im Lenkgehäuse hinten ist zu groß gebohrt.
Der Lagerzapfen sitzt auch nicht mittig auf dem Zahnrad, daher hat man Lagerluft und Spiel mit eingebaut.
Sonst würde sich das Zahnrad nicht mehr drehen bzw. es verbiegt dabei die Zahnstange.
( auch so eine tolle Konstruktion! )


BigT. hat geschrieben:....
Eine komplette Spureinstellung ist anschließend auf jeden Fall erforderlich. Voraussetzung ist natürlich, daß die Köpfe i.O. sind und die Gummistaubdichtungen nicht verletzt sind.
...


Das ist wichtig! Nach dem Zusammenbau muß man das Fahrzeug neu vermessen.
Ist ist ein Vorspurwert von ca. 3 mm, an den Felgenhörner gemessen, anzustreben.

Bei vielen Buggies sind die Manschetten der Spurstangenköpfe schon nach einem Jahr Sonnenschein porös und rissig.
Wenn das der Fall sein sollte, muss man diese erneuern.
...

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Beitragvon BigT. » 6. Mai 2007 13:23

So, habe die nächste Lenkung umgebaut - - -
und wieder was gelernt!
:crazy:

Fahrzeug: PGO Bugrider 250-R DS
Lenkgetriebe mit ca. 2,5mm Axialspiel (wie bekannt), obwohl schon ein Seegerring als Ausgleich beigelegt war.
Die Nut für den Seegerring hatte oben einen solchen Grat, daß das Getriebe auf herkömmliche Art (Gripzange auf die Verzahnung und Hammer) nicht zu demontieren war.
Also habe ich unten in den Lagerbutzen ein 5mm-Loch gebohrt und das Geraffel mit einem Splintentreiber herausgehauen. Ging prima!
Das Loch ist aber leider als nachträgliche Aufnahme eines Schmiernippels schlecht geeignet, da das Fett sich ja dann am Lagerzapfen vorbeiquetschen muß.
Also habe ich noch ein Loch für den Schmeirnippel an bekannter Stelle gebohrt.

:idea:
Und dann:
Das 'überflüssige' Loch auch mit M6-Gewinde versehen (hat ca. 5-6mm 'Fleisch'), eine VA-Schraube mit Kontermutter eingeschraubt und damit das Axialspiel ausgeglichen!

Habe leider nicht daran gedacht, Fottos vom Umbau zu machen, aber ich glaube, jeder etwas technisch versierte kann das nachvollziehen!?
War ein voller Erfolg: Der erste PGO mit einstellbarem Lenkungsspiel!
:mrgreen:
BigT.
 

Beitragvon uboot69 » 6. Mai 2007 13:46

Hi BigT, hatte gestern am Kart auch die Lenkung wegen Schwergängigkeit auseinander.
Die ist aber um einiges primitiver als ne Zahnstangenlenkung.
Das Lenkrohr sitzt unten einfach in ner Kunststoffbuchse und oben wird es einfach mit Halbschalen in denen eine Gummilippe ist fest gezogen.

Doch leider fluchtet die obere nicht mit der unteren Buchse. Ergo zieht man beim verschrauben der Lenksäule selbige krum so daß diese unten in der Buchse voll auf Spannung kommt.

also: Verarbeitung unter aller Sau wie bei allem was übern Teich kommt.
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Beitragvon BigT. » 6. Mai 2007 13:52

Kann ich momentan nicht viel zu sagen, kenne das Kart nur vom Ansehen, keine Datails.

:idea:
Spontan würde ich das Lagerungsgeraffel wegflexen und ein Rohr einschweißen. Dann den Zwischenteil wieder wegflexen. Dann sollte das auch fluchten ....
Vielleicht kann man dabei sogar den Lenkwinkel verändern - für großgewachsene ...


Dem Konstruktör is nix zu schwör!
:mrgreen:
BigT.
 

Beitragvon BigT. » 7. Mai 2007 17:25

Ich habe netterweise von Beate (buggyhexe) Fottos von der Lenkung bekommen, da ist die Stellschraube für's Axialspiel zu sehen und auch eine PTFE-Beilagscheibe, die wir unten in die Lenkrad-Lagerung eingebaut haben.
(1,7mm dick!) :afraid:

Da war auch Spiel ohne Ende.
Trotzdem sehr schwergängig, das Lager, da mußten wir noch mit 'ner 20 H7-Reibahle beigehen.
:cool:
BigT.
 

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