Ventile einstellen BCB300

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nixi
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Beitrag von nixi » 8. Nov 2007 09:38

Hi Toto,
nicht schlecht :nachdenklich , ich würde meinen das hier ein kleines gelbes Männchen zwar erkannt hat das eine Bohrung dran sein muss aber wofür die gut ist haben die Burschen scheinbar noch nicht gerafft. Eigentlich kann der Fehler nur bei der Montage des Rades auf der Welle passiert sein bevor das Ritzel verschweißt wurde. Oder aber die bohren die Markierung hinterher und da war mal wieder zuviel billiger Fusel im Spiel :lach: .
Man müsste die Welle mal mit einer vergleichen an der die Bohrung korrekt gesetzt ist :wink:


[edit] schau mal hier zum Vergleich. Man erkennt das daß Löchlein im Kettenrad oben steht und die Markierungsbohrung ist bei der Welle dann auf etwa 02:00. Die Bohrung im Vergleich zur Passfedernut weist auf Deinem und meinem Bild auch erhebliche Unterschiede auf - mein Fazit.... zuviel billiger Reisfusel :crazy: Die Steuerzeiten habe ich ja jetzt muss ich mir mal noch Gedanken machen wie man die Steuerzeiten am Chinamotor am besten nachmessen kann denn ich befürchte das die dann auch ziemlich fürn Ar.... sein dürften.

Grüße Nixi

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Beitrag von Wolle » 8. Nov 2007 16:53

Das ist mal wieder ein schöner Fall von "Chinesen kopieren so gut es geht und wenn sie gar nicht wissen, wozu etwas gut ist, dann machen sie irgendwas ähnliches"


Ich habe hier eine Nockenwelle von einem Imperator liegen, die hat die Bohrung exakt an der gleichen Stelle, wie die vom toto... ist also auch falsch gebohrt.





Na und dann habe ich noch eine vom Original, nämlich vom Honda Helix 250 Roller.

Und siehe da: Manchmal ist das Original doch besser als die Fälschung :wink:

Die Honda Welle hat die Bohrung nämlich an der richtigen Stelle :!:



Und hier das Foto der Original Honda Welle:

Bild
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Beitrag von achimhp » 8. Nov 2007 18:04

Hab gerade mal die Nockenwellen im Lager kontrolliert und siehe da, alle falsch markiert! :bonk:

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Beitrag von Artist67 » 8. Nov 2007 18:31

Dann sehen die Nockenwellen in den ausgelieferten BCBs wohl alle auch so aus. :shock:

Nun, wie kann das ein Depp wie ich das Ventilspiel einstellen?
Nach der alten Anleitung (kalt) hätte ich es mir zugetraut, warm eher nicht. :?

Grüsse,
Adrian

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Beitrag von achimhp » 8. Nov 2007 18:56

Ich denke das heist jetzt ein mal Ventildeckel ab, Welle markieren, Deckel wieder drauf und gut is. :wink:

@ wolle

kannst Du mal den Wert für die Markierung ausmessen und posten? Danke.

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Beitrag von nixi » 8. Nov 2007 19:22

Tach zusammen,
iss schon dumm wenn die gelben Männers solch grobe Fehler beim kopieren machen und um so weniger verständlich da sie ja von Honda wohl alles übernommen haben inkl. Patente und technischem Wissen.

Deshalb kann ichs eigentlich noch nicht so recht glauben. Man müsste halt nochmal beide Wellen nebeneinander auf ne Richtplatte legen und das ganze verifizieren bei gleicher Nockenausrichtung. Ich habe noch so ein wenig die Hoffnung das nur die Passfedernut bei beiden Wellen versetzt gefräst wurde.

Einstellen kann man ja trotzdem wenn man die Markierung des Polrades verwendet.

Ne ne die machen aber auch einen Quatsch in Gelbland :bonk: :wand:
Grüße Nixi

Hans K
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Beitrag von Hans K » 8. Nov 2007 20:34

Hi Nixi,
bist Du sicher, dass die Markierung am Polrad stimmt? :mrgreen:
Gruß
Hans
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Beitrag von Wolle » 8. Nov 2007 21:17

Artist67 hat geschrieben:Nun, wie kann das ein Depp wie ich das Ventilspiel einstellen?
Ich würde an deiner Stelle mal eher den Schrauber fragen. Ist in Natura viel einfacher erklärt, als umständlich hier im Forum...
Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein

shoggy

Beitrag von shoggy » 8. Nov 2007 22:01

Auf gut Deutsch bedeutet das dann ja auch, dass die Werkstatt die meiine Ventile eingestellt haben dies dann nach falschen vorlagen eingestellt habe. Oder?

LG
Shoggy

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Beitrag von Wolle » 8. Nov 2007 22:06

@shoggy

Die Bohrung ist lediglich dafür da, den Totpunkt einfacher zu finden (ohne Demontage des Seitendeckels oder Ventildeckels).

Mit der eigentlichen Einstellung der Ventile hat das nichts zu tun.




PS: Ich kann mir regelrecht bildlich vorstellen, wie ein Chinakracher einst beim Kopieren der Welle vor der Bohrung stand und sich fragte, wozu denn dieser Mist gut sein soll. Am Ende wird er sich gedacht haben... "Scheiß was drauf, mach sie einfach unter die andere Bohrung, wird schon passen" :mrgreen:
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shoggy

Beitrag von shoggy » 8. Nov 2007 22:12

Also den Deckel haben die nicht abgenommen...

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Beitrag von nixi » 8. Nov 2007 22:19

Hans K hat geschrieben:Hi Nixi,
bist Du sicher, dass die Markierung am Polrad stimmt? :mrgreen:
Gruß
Hallo Hans K,
hm wie wahr wie wahr :mrgreen: , aber zum Glück hat man ja noch die Zündkerzenöffnung die man zur Prüfung des OT verwenden kann.

@all... wenn jemand beide Wellen ausgebaut vorliegen hat macht doch bitte nochmal ein nettes Vergleichsfoto denn irgendwie suche ich gedanklich nach dem Sinn dieses Unterschiedes und kann nicht so recht nachvollziehen wo der tiefere Sinn dieser versetzten Bohrung sein soll. Klar man könnte bei CF Moto darüber nachgedacht haben im Deckel eine besser zugängliche Kontrollbohrung bei 12:00 einzubringen :nachdenklich .

[edit] ich meine ... woher wissen wir eigentlich das die Nockenwelle eine Nockenwelle ist welche nur in diesem Motor verbaut ist. Eine logische Erklärung wäre das es ein Zulieferteil ist welches auch in anderen 1 Zylinder 4 Taktmotoren verbaut ist, die eine Kontrollöffnung oben im Gehäuse des Zylinderkopfdeckels haben. Kennt jemand so einen Motor ?
Grüße Nixi
Zuletzt geändert von nixi am 8. Nov 2007 23:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Artist67 » 8. Nov 2007 22:57

Wolle hat geschrieben:
Artist67 hat geschrieben:Nun, wie kann das ein Depp wie ich das Ventilspiel einstellen?
Ich würde an deiner Stelle mal eher den Schrauber fragen. Ist in Natura viel einfacher erklärt, als umständlich hier im Forum...
Naja, deswegen extra zu ihm fahren ist auch etwas umständlich.
Ausserdem nehme ich an, dass das Thema noch andere hier im Forum interessiert. Wahrscheinlich besonders diejenigen, die ihre Ventile nach der falschen Markierung eingestellt haben :shock:

Dann werd' ich wohl doch mal den Deckel runtermachen :roll:

Grüsse,
Adrian

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Beitrag von Wolle » 9. Nov 2007 10:43

Artist67 hat geschrieben:
Naja, deswegen extra zu ihm fahren ist auch etwas umständlich.
Ausserdem nehme ich an, dass das Thema noch andere hier im Forum interessiert. Wahrscheinlich besonders diejenigen, die ihre Ventile nach der falschen Markierung eingestellt haben :shock:

Dann werd' ich wohl doch mal den Deckel runtermachen :roll:
Eigentlich eine gute Idee...

Dann nimm doch mal den Deckel ab und stell die Ventile ein. Wenn Du fertig bist damit, könntest Du wunderbar die BCB-Community unterstützen, indem Du eine detaillierte strukturierte Anleitung mit allen (deiner Meinung nach) relevanten Arbeitsschritten aus deiner Sicht als Anfänger hier hinein setzt. Am besten noch mit ein paar Bildchen illustrieren.

Denn es wird in der Tat auch andere interessieren... und so hätte man schonmal eine Basis auf der man aufbauen kann.

Du hättest damit gleichzeitig auch mal was konstruktives geleistet :thumbup: ... und später überlegen wir uns alle zusammen, wie man das verbessern/ausbauen/ergänzen kann.
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Beitrag von achimhp » 9. Nov 2007 11:19

... konstruktiv wäre, wenn mir Wolfgang oder Nixi, als Eigner von Originalteilen, mal den Wert für den Versatz der Bohrung geben würden.

Ich mach dann eine Anleitung für die Nachträgliche Markierung womit dann alle etwas anfangen können.

... ich denke inzwischen hat jeder verstanden das die Ventile mit abgebautem Ventildeckel nicht einstellbar sind.

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Beitrag von Wolle » 9. Nov 2007 11:31

... konstruktiv wäre, wenn mir Wolfgang oder Nixi, als Eigner von Originalteilen, mal den Wert für den Versatz der Bohrung geben würden.
Noch konstruktiver wäre es, wenn Du mal selbst den Motor an einem realen BCB-Motor auf Totpunkt stellst und dann durch die vorhandene Öffnung eine Markierung auf die Welle setzt (z.B. mit nem Edding oder ähnlichem).

Anschließend Welle raus und vermessen.

Dann hast Du wirklich alle Eventualitäten ausgeschlossen...
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Beitrag von nixi » 9. Nov 2007 11:44

Wolle hat geschrieben:Noch konstruktiver wäre es, wenn Du mal selbst den Motor an einem realen BCB-Motor auf Totpunkt stellst und dann durch die vorhandene Öffnung mittig eine Markierung auf die Welle setzt (z.B. mit nem Edding oder ähnlichem).

Anschließend Welle raus und vermessen.

Dann hast Du wirklich alle Eventualitäten ausgeschlossen...
@Wolfgang :zustimm: ist die sicherste Variante.
@Achim mach mal so wie Wolfgang vorgeschlagen hat, da gibts sicherlich keinen Fehler. Wenn ich es ausmessen soll mit Winkelmesser oder so ist der Messfehler sicherlich größer.

@all.... ich bleib dabei und glaube erst an den chinesischen Irrtum wenn ich keinen anderen Motor finde wo die Nockenwelle ebenfalls verwendet wird und der ne Bohrung oben im Deckel hat.

Grüße Nixi

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Beitrag von achimhp » 9. Nov 2007 14:25

... ich hatte grad ein wenig Zeit:

Motor korrekt auf OT

Der Versatz der Markierung entspricht 13 Zähnen auf dem Nockenwellenrad.

Draufsicht, Alle Zähne gezählt, gegen den Uhrzeigersinn.

Bild und genaue Winkelangabe folgen.





[Schreibfehler korrigiert]
Zuletzt geändert von achimhp am 9. Nov 2007 21:56, insgesamt 1-mal geändert.

shoggy

Beitrag von shoggy » 9. Nov 2007 15:08

Ich spiele auch gerade mit dem Gedanken neu einzustellen! Aber muss ich denn nicht die Dichtung tauschen wenn ich den Motor halb zerlege?

LG
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Beitrag von achimhp » 9. Nov 2007 17:47

Hi shoggy,

die Dichtung ist i.d.R mehrfach verwendbar.

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