Drehzahlbegrenzer nachgerüstet... Vorsicht!
Verfasst: 12. Mai 2009 20:29
hallo
ich hatte die idee, zum schutz des motors einen drehzahlbegrenzer einzubauen.
gefunden hatte ich im hafen ein modell, bei dem man über einen sehr weiten bereich die abregeldrehzahl einstellen kann. bezahlt habe ich sowas um die 15 €.
was soll ich sagen, der einbau war sehr leicht zu bewerkstelligen und auch die einstellung dieses gerätes so wie die platzierung im e-kasten waren kein problem.
bei niedriger drehzahl (1500-3000) arbeitet die drossel auch sehr weich, jedoch macht sie da ja keinen sinn, weil unter 4000 sowieso nix läuft.
also den regelbereich mal etwas weiter aufgedreht und mal gas gegeben.
so bei 55kmh laut org. tacho, was schätzungsweise ~7000 umdrehungen entsprechen sollte, gab es einen dermaßen bitterbösen schlag von hinten, dass ich erstmal ausrollen lassen habe.
soo, nun die funktionsweise dieser drossel (wie sie bei jedem roller sein dürfte):
die drossel bezieht das drehzahlsignal über das pickupkabel und ab einer bestimmten drehzahl legt sie dieses auf masse, so dass die cdi und die zündspule keinen funken mehr erzeugen können. fällt die drehzahl wieder, wird das ganze rückgängig gemacht und es funkt wieder.
bei einem zweitakter funktioniert das alles ganz toll, d.h. egal wann es wieder anfängt zu funken, es passt, da beim zweitakter ja immer kurz vor ot verbrannt wird.
der viertakter mit cdi kriegt im normalbetrieb auch jedesmal vor ot einen funken spendiert, einen zum verbrennen und einen gedenkfunken fürs abgas, den kein mensch braucht und der aber auch keinem was tut.
jetzt kommt die drossel ins spiel. angenommen wir erhöhen die drehzahl, sei es bergab, wird die drossel aktiv und unterdrückt den zündfunken. der vergaser schaufelt weiter reichlich gemisch in unseren eintopf, der das ganze wohlwollend unbesehen an den endtopf weiterreicht. fällt die drehzahl wieder, setzt der zündfunke wieder ein. günstigstenfalls setzt er nach dem kompressionstakt ein, dann geht es stinknormal weiter.
im ungünstigeren fall (immerhin 50% wahrscheinlichkeit) funkt es zuerst wieder, wenn das unverbrannte gemisch in den auspuff verfrachtet wird. dort trifft es (oh wunder) auf seine kollegen, die auch unbesehen weitergereicht wurden und feiert dort eine riesen party mit feuerwerk und allem drum und dran.
noch schöner wäre es, wenn die drehzahl ausreicht, dass die verbrennung im brennraum andauert bis die einlassventile öffnen. dann schlägt das ganze auch noch bis in den versager zurück..
das ganze hört sich wenig wünschenswert an, weswegen ich diese art der drehzahlbegrenzung NICHT empfehle für einen (unseren) 4takter.
fragen werden gerne beantwortet.
ich hatte die idee, zum schutz des motors einen drehzahlbegrenzer einzubauen.
gefunden hatte ich im hafen ein modell, bei dem man über einen sehr weiten bereich die abregeldrehzahl einstellen kann. bezahlt habe ich sowas um die 15 €.
was soll ich sagen, der einbau war sehr leicht zu bewerkstelligen und auch die einstellung dieses gerätes so wie die platzierung im e-kasten waren kein problem.
bei niedriger drehzahl (1500-3000) arbeitet die drossel auch sehr weich, jedoch macht sie da ja keinen sinn, weil unter 4000 sowieso nix läuft.
also den regelbereich mal etwas weiter aufgedreht und mal gas gegeben.
so bei 55kmh laut org. tacho, was schätzungsweise ~7000 umdrehungen entsprechen sollte, gab es einen dermaßen bitterbösen schlag von hinten, dass ich erstmal ausrollen lassen habe.
soo, nun die funktionsweise dieser drossel (wie sie bei jedem roller sein dürfte):
die drossel bezieht das drehzahlsignal über das pickupkabel und ab einer bestimmten drehzahl legt sie dieses auf masse, so dass die cdi und die zündspule keinen funken mehr erzeugen können. fällt die drehzahl wieder, wird das ganze rückgängig gemacht und es funkt wieder.
bei einem zweitakter funktioniert das alles ganz toll, d.h. egal wann es wieder anfängt zu funken, es passt, da beim zweitakter ja immer kurz vor ot verbrannt wird.
der viertakter mit cdi kriegt im normalbetrieb auch jedesmal vor ot einen funken spendiert, einen zum verbrennen und einen gedenkfunken fürs abgas, den kein mensch braucht und der aber auch keinem was tut.
jetzt kommt die drossel ins spiel. angenommen wir erhöhen die drehzahl, sei es bergab, wird die drossel aktiv und unterdrückt den zündfunken. der vergaser schaufelt weiter reichlich gemisch in unseren eintopf, der das ganze wohlwollend unbesehen an den endtopf weiterreicht. fällt die drehzahl wieder, setzt der zündfunke wieder ein. günstigstenfalls setzt er nach dem kompressionstakt ein, dann geht es stinknormal weiter.
im ungünstigeren fall (immerhin 50% wahrscheinlichkeit) funkt es zuerst wieder, wenn das unverbrannte gemisch in den auspuff verfrachtet wird. dort trifft es (oh wunder) auf seine kollegen, die auch unbesehen weitergereicht wurden und feiert dort eine riesen party mit feuerwerk und allem drum und dran.
noch schöner wäre es, wenn die drehzahl ausreicht, dass die verbrennung im brennraum andauert bis die einlassventile öffnen. dann schlägt das ganze auch noch bis in den versager zurück..
das ganze hört sich wenig wünschenswert an, weswegen ich diese art der drehzahlbegrenzung NICHT empfehle für einen (unseren) 4takter.
fragen werden gerne beantwortet.