Tach zusammen,
Zylinder ist ja beim BCB der gleiche wie im Helix oder auch dem hochwertigsten aller Buggys

dem Kinroad

.
Also sollte es bei Euch auch genau so funktionieren. Das schwierigste bei der Geschichte ist die entsprechenden Markierungen durch das Schauloch im Zylinderdeckel und am Lichtmaschinendeckel erkennen zu können. Am besten wäre wohl eine LED Taschenlampe geeignet.
Zunächst muss freier Zugang zu den Schaulöchern geschaffen werden, also wahrscheinlich bei Euch Tank oder Gepäckträger ab, dann Kerze raus und Variodeckel ab. Auf der Lichtmaschinenseite ebenfalls das Schauloch öffnen. Die Schrauben an den Einstellern lösen damit sich die Einsteller leicht bewegen lassen.
Wenn man nun an der Vario entgegen dem Uhrzeigersinn langsam dreht und durch die Kerzenbohrung mit einen Schraubendreher den Kolbenboden fühlt so dreht man vorsichtig weiter bis am Schauloch im Zylinderdeckel die kleine Bohrung zu sehen ist.
Bitte aufpassen das Ihr den Schraubendreher nicht verklemmt und den Kolben oder Zylinder damit beschädigt Und wenn der richtige (es gibt 2) obere Totpunkt erreicht ist muss die kleine Bohrungsmarkierung der Nockenwelle schön mit der Mitte des Schauloches fluchten
Nun sollte man am Schauloch des Lichtmaschinendeckels ebenfalls die Markierung für den OT erkennen oder wenigstens erahnen können.
Ohne den Deckel könnte man die Markierung sogar richtig gut erkennen aber man braucht den Deckel da die Markierung auf dem Polrad mit der Markierung im Schauloch fluchten sollte.
Wenn diese beiden Markierungen durch die Schaulöcher zu erkennen sind und korrekt stehen sollte der Kolben nun am oberen Totpunkt des Kompressionstaktes sein. Gegebenenfalls dreht man einfach ne Runde weiter bis es wieder passt.
Macht man an der Kurbelwelle eine 360 Grad Drehung so dreht sich die Nockenwelle nur 180 Grad. Zurückdrehen geht nicht weil dann der Freilauf des Anlassers blockiert.
Wenn man also den korrekten OT ermittelt hat so werden die Exzenterwellen der Kipphebel an den Blechlaschen nach außen, also voneinander weg bewegt bis man einen Widerstand spürt. Hier ist etwas Gefühl gefragt denn mit Gewalt kann man weiterdrücken und würde dabei das Ventil öffnen. Der Widerstand kommt zustande da sich der Kipphebel am Nocken anlegt. Nun bewegt man den Einsteller wieder eine halbe Skalenteilung nach innen und fixiert ihn. Eine halbe Graduation sollte lt. Honda 0,1 mm entsprechen. Hat man das für Ein und Auslassventil gemacht nochmal schauen ob die Markierungen immer noch korrekt durch die Schaulöcher zu sehen sind und die Kurbelwelle nicht versehentlich weitergedreht wurde. Wenn alles ok ist Löcher wieder verschließen und nochmal prüfen ob die Schrauben an den Einstellern auch fest sind und den restlichen Trödel wieder ( Gepäckträger, Tank) zusammenbauen.
Das Problem bei der ganzen Geschichte ist lediglich das die Markierungen extrem besch.... zu sehen sind.
Sollte jemand nicht wissen welche Einsteller gemeint sind so sollte er lieber nicht versuchen die Ventile selber einzustellen.
Ein Problem bei meinem CF Moto Motor war das die Steuerkette um einen Zahn versetzt eingebaut ist und somit die Markierung nie mit dem OT übereinstimmt. Sollte jemand das gleiche Problem bei seinem Motor haben dann würde ich dringend davon abraten an den Einstellern was zu verändern denn dann kanns schnell krumme Ventile geben
Ach so.... und das ganze sieht auf den Bildern so dreckig aus weils mein Zweitmotor ist den ich derzeit frisch tapeziere

. Die Einstellungen habe ich aber genauso an meinem CF Moto Motor gemacht.
Grüße Nixi